Aus dem Nähkästchen

Das bin ich 
Ich bin Mitte der 80er-Jahre geboren, gelernte Industriekauffrau, studierte Betriebswirtin, geboren und aufgewachsen in der wohl schönsten Stadt in der Nähe von Stuttgart (kleiner Tipp: Deutschlands älteste und noch bestehende Sektkellerei ist hier angesiedelt). Mittlerweile wohne ich aber im schönen Leonberg (entgegen vieler Vermutungen besteht die Stadt nicht nur aus den Hochhäusern, die man von der Autobahn sieht *lach*), weil die Pendelei zur Arbeit auf Dauer einfach zu (frei)zeitraubend und nervig wurde.
Hätte ich "damals" bei der Berufsorientierung in der Realschule meine Liebe zum Nähen entdeckt, wäre mein Berufsweg sicher anders verlaufen, aber es hat wohl so sollen sein und das ist auch gut so. Um mein Hobby finanzieren zu können (jede Nähverrückte weiß von was ich spreche) arbeite ich als strategische Mitarbeiterin in der Ersatzteildisposition bei einem schwäbischen Mittelständler (Maschinenbau). 
Wenn ich nicht gerade an der Nähmaschine sitze oder neue Stöffchen & Co. ergattere, dann gehe ich ins Fitnessstudio, koche, lese und reise gerne. Daheim wartet mein Freund (mit einer Eselsgeduld, wenn wir in meinen Lieblingsstoffläden oder auf dem Stoffmarkt Holland sind) und unser Kater "Mo" auf mich. 

Warum ich mit dem Nähen begonnen habe?  
"Schuld" daran war zum einen die alte Nähmaschine meiner Mama, die ich im November 2012 im Schrank entdeckte und mir dachte "Steffi, wieso fängst Du nicht mit dem Nähen an und machst Sachen, die nach Deinen Vorstellungen sind". Und zum anderen wollte ich einen kreativen Ausgleich zu meinem eher unkreativ Job, der mir aber sehr viel Spaß macht!
An dieser Stelle ein großes Dankeschön an meine Mama (die ich sehr lieb habe und froh bin, dass ich sie und natürlich meinen Papa und Bruder), die mir ihre Pfaff aus dem Jahre 1984 überlassen hat und die für besonders "harte Aufgaben" wie z.B. Leder zum Einsatz kommen wird.

Beginn der "Nähkarriere" 
Da der Nähunterricht (gelehrt wurden nur die absoluten Basics) in der Realschule schon sehr lange her war, musste ein Nähkurs her, denn schließlich wollte ich nochmal alles "von Anfang an" lernen.
Auf der Suche nach einem Nähkurs ohne konkretes Projekt, bin ich auf das Kreativstudio von Susanne Ziegler in Leinfelden (Stetten) gestoßen.
Nach einer ersten Kontaktaufnahme entschied ich mich für den angebotenen Anfängerkurs. In gemütlicher Atmosphäre (und mit vielen netten und lernwilligen Mädels) mit Tee, Kaffee, Keksen & Co. führte uns Susanne ohne Hektik in die Welt des Nähens ein. Neben dem Einfädeln und einigen Nähübungen lernten wir beispielsweise auch das Einnähen von Bündchen. Natürlich blieb auch genug Zeit für Fragen und den Austausch untereinander.
Wer Nähen in einer netten Runde lernen möchte, der ist bei Susanne bestens aufgehoben (ein Dank an Dich Susanne für Deine Geduld - wie Du siehst habe ich etwas gelernt).

Am Ende meiner kleinen Vorstellungsrunde noch ein Überblick, welche Nähkurse ich bereits absolviert habe:
Mein Nähzimmer 
Zu Anfang meiner "Nähkarriere" war meine Nähecke doch etwas dürftig ausgestattet: Ein paar Basics, etwas Stoff und die alte Pfaff-Nähmaschine meiner Mama füllten meinen Nähtisch.
Aber die Zeiten ändern sich und mit der Zeit (und der Übung) steigen die Ansprüche, weshalb ich folgende Maschinchen zu meinem Eigen nenne kann:
  • Normale Nähmaschine: Ambition 1.5 von Pfaff sowie eine Pfaff aus dem Jahr 1984
  • Overlock Maschine: 1110D von Bernina
  • Stickmaschine: Memory Craft 350E von Janome 
  • Silhouette Cameo 2
  • HappyPress
Unzählbar viele Stöffchen in verschiedenen Farben und Mustern, jede Menge Getüddel (Bommelbänder, Zackenlitzen, Webbänder und und und), diverse Zusatzwerkzeuge (Kam Snaps, Nieten- und Druckknopfzange, Rollschneider, Stoffmalfarben & Co.)  und viele anderen Dingen sind dazugekommen. Also beste Voraussetzungen für wunderschöne genähte Einzel- und Lieblingsstücke.

Warum Farbmäusle? 
Öfters werde ich gefragt wie der Name Farbmäusle entstand bzw. wie ich auf diesen Namen gekommen bin.
Im Prinzip ist das ganz einfach: Vor einiger Zeit (und nachdem ein paar Werke entstanden sind) dachte ich, dass ich unbedingt einen einzigartigen Namen bräuchte. Nach langen Überlegungen und ettlichen Recherchen (schließlich wollte ich keine Namensrechte verletzen) habe ich mir notiert, was ich gerne nähe möchte:

- Bunte, farbenfrohe 
und
- kleine, schöne Sachen

Basierend hierauf ist mir zunächst "Farbmaus" eingefallen. Hier im Schwabenländle verniedlichen wir gerne Dinge indem wir aus einem "a" ein "ä" machen und ein "le" anhängen (z.B. Schwabenländle, Häusle, Mädle usw.). 
Da ich gerne bunte, farbenfrohe, kleine, schöne und niedliche Dinge nähen möchte, ist dann der Name "Farbmäusle" entstanden. Die Internet- und Blogadresse war schnell gesichert und Einträge im Markenregister konnte ich auch nicht finden - perfekt.

Auch weiterhin sollen meine Sachen bunt und fröhlich sein, so wie ich es halt auch bin. Und was mich besonders freut: Inzwischen ist unter meinen Freunden und Kollegen "Farbmäulse" ein Begriff :-)